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Gesundheit Ernährung

Diät und Bewegung

1) Ernährungsmärchen und „Nichts als die Wahrheit über die gesunde Ernährung“
2. aktualisierte, erweiterte Auflage des Ratgebers „Moderne Ernährungsmärchen“ liegt vor

(Köln - Juni 2007): Noch immer geistern Ernährungsmärchen wie „Pilze darf man nicht aufwärmen“, „Spinat ist besonders eisenreich“, „Salz erhöht den Blutdruck“, „In Obst und Gemüse stecken heute keine Vitamine mehr“, „Fasten ist ideal zum Abbau von Übergewicht“ oder „Eier erhöhen den Cholesterinspiegel“ durch die Köpfe der Menschen. Ernährungsmärchen stellen sich oft einer gesunden Ernährungsweise entgegen. Oftmals fördert die Industrie oder deren Lobby-Instrumente Ernährungsmärchen.

Es ist für die Butterlobby nun einmal gut, wenn die Menschen denken, dass Margarine reich an Cholesterinspiegel-erhöhenden Transfettsäuren sei. In Wirklichkeit ist Margarine in Deutschland eher arm an Tranfettsäuren, Diät- und Reformmargarine sogar frei davon, wobei Butter reichlich Transfettsäuren enthält. Für die Margarine-Industrie wiederum ist es absatzförderlich, wenn die Bevölkerung glaubt, dass Margarine weniger Fett und Kalorien enthielte, als Butter. Leicht nachzuvollziehen ist auch, warum das Ernährungsmärchen, dass Süßstoff den Appetit fördere, gestreut wird. Dabei ist es völlig gleichgültig, dass Studien eindeutig nachweisen, dass Süßstoffe beim Abnehmen helfen, keinen Einfluss auf den Appetit haben und niemals als Mastmittel eingesetzt wurden. Moderne Ernährungsmärchen bestimmen die Ernährungsaufklärung. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass ausgewiesene Nichtexperten im Bereich Ernährung und Diätetik häufiger zu Wort kommen als Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler.

Im Gegensatz zu (Star-)Köchen – im Moment die häufigsten Interviewpartner, wenn es um Ernährungsphysiologie geht – oder Lebensmittelchemikern und Fitness-Gurus kommen klassische Ernährungsfachleute, die ihre Erkenntnisse im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums erworben haben, praktisch nicht zu Wort. Aber woher soll ein Koch, der keine diätetische Ausbildung hat, wissen, was für Auswirkungen Salz auf den Blutdruck hat? Wie sollen sich Lebensmittelchemiker, die im Bereich Ernährungsphysiologie unzureichend ausgebildet sind, über die Auswirkung einer bestimmten Ernährungsweise auf das Übergewicht äußern? Ernährungsmärchen entstehen also aus Unkenntnis und wirtschaftlichen Interessen. Dazu kommt noch, dass sich bestimmte Binsenweisheiten scheinbar besonders lange halten. Bei optimaler Zahnhygiene und Fluoridversorgung löst Zucker natürlich keine Karies aus. Und wie Zucker süchtig machen soll, bleibt auch ungeklärt.

Natürlich löst Saccharose keine Sucht aus. Die Autoren der zweiten Auflage des Ratgebers „Moderne Ernährungsmärchen“ haben die wichtigsten „Schauplätze“ der Fehlinformation angesehen und enträtseln mehr als 70 Mythen, Sagen und Märchen. Mit ihrem Buch fördern Sven-David Müller-Nothmann, Prof. Dr. Michael Vogt und Doreen Nothmann die Ernährungsaufklärung, bauen Missverständnisse ab und zeigen, wie eine gesunde Ernährungsweise aussehen kann. Zudem ist es den Autoren gelungen, ein echtes Lesebuch vorzulegen, das Appetit auf mehr macht. In wenigen Wochen erscheint übrigens der Ratgeber „Die dicksten Diätlügen“. Die zweite Auflage der modernen Ernährungsmärchen räumt auf mit Vorurteilen und nimmt die Angst vor dem Essen. Die Autoren legen sich mit ihrem Ratgeber insbesondere mit der Industrie, den Lobbyisten und den ausgewiesenen Nichtexperten an. Sie zeigen unverblümt die Wahrheit auf und zeigen, dass in der Ernährung mehr als „schwarz und weiß“ gilt. Auch wenn es viele Menschen nicht mögen, machen sie deutlich, dass es einzelne Buhmänner und Buhfrauen in der Ernährung nicht gibt, sondern vielmehr die Ernährungs- und Lebensweise insgesamt gesundheitsförderlich sein kann oder nicht.

Bibliografische Daten:
Moderne Ernährungsmärchen, Sven-David Müller-Nothmann, Prof. Dr. Michael Vogt und Doreen Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-899993-524-1, 12,90 Euro
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